NAIRS mobil

Eine temporäre skulpturale Intervention im öffentlichen Raum des Unterengadins
Sommer 2010 und 2011| Tag und Nacht | Orte wechselnd

Konzept: Christof Rösch
Realisation: Ralph Hauswirth, Pascal Lampert und Christof Rösch

Idee: Das Modell des Künstlerhauses NAIRS (Scuol) wurde zur fahrbaren Skulptur und war während der Sommermonate 2010 und 2011 im Unterengadin unterwegs. Die Skulptur bewegte sich durch das Tal an immer neue Standorte. Als eine Art Metapher für die Wirkung/Auswirkung von NAIRS (und parallel zu den von NAIRS seit ein paar Jahren veranstalteten dezentralen Stubengesprächen) suchte sich die Skulptur den Weg durch die Region. Die Skulptur genoss an unterschiedlichen Standorten Gastrecht, hielt sich jeweils temporär dort auf, um Tage später wieder zu verschwinden und anderswo aufzutauchen – am Strassenrand, auf einem Parkplatz, vor einem Haus, im Gelände.

Umsetzung: Die Umsetzung des Hauses im Masstab 1:10 ergab eine Grösse von 430x120x180 cm. Dies entspricht der Grösse eines Kleinwagens oder eines Wohnwagens der Platz auf jedem öffentlichen Parkplatz hat. Die fahrbare Skulptur wurde direkt auf einen umgebauten Autoanhänger gebaut und mit diesem verbunden. Das Statische des Hauses wurde durch die Umwandlung in eine fahrbare Modellskulptur aufgelöst und ‚dynamisiert’. Durch die Oberflächenbehandlung in Gips (Handauftrag) ist ihr Ausdruck monolithisch: Das Modell des Hauses wurde zur Skulptur; das ‚Kunsthaus’ ging auf Reisen in die Dörfer des Unterengadins.

Ortswechsel: Das Auftauchen und wieder Verschwinden der Modellskulptur an einem ausgewählten Ort um andernorts wieder aufzutauchen gab dem Objekt einen ephemeren Charakter; etwas Transitorisches haftete diesem an. Alle 7 Tage fand eine Verschiebung statt: Der Zeitpunkt der jeweiligen Verschiebung und der neue Standort wurden nicht kommuniziert. Ähnlich dem Auftauchen (gesichtet werden) und wieder Verschwinden des Bären befand sich das Objekt auf unbekannten Pfaden und sponn ein unsichtbares Netz in der Region.

Standorte: Martina, Tschlin, Ramosch, Vnà, Val Sinestra, Sent, Scuol, Tarasp, Ardez, Guarda, Lavin, Susch, Zernez

Dokumentation: Es entstand eine Fotografieserie vom Objekt an den jeweiligen Standorten. Diese wurden später in einer Ausstellung gezeigt, und zugunsten der Restaurierung des Gebäudes NAIRS (2011-2013) in kleinen Auflagen verkauft. Bei Interesse bitte direkt an ch.roesch@nairs.ch

Translation available / Traducziun disponibel : Englisch, Romanisch