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Kunst braucht Raum
und
Raum braucht Kunst
Kurzportrait
NAIRS, internationales
Künstlerhaus und Kultur-zentrum für zeitgenössische Kunst
Das Kulturhaus befindet sich im ehemaligen Kurmittelhaus gegenüber
der Trinkhalle Tarasp am Ufer des Inn. In NAIRS leben und arbeiten gleichzeitig
bis zu 10 KünstlerInnen verschiedener Sparten und internationaler
Herkunft, insgesamt bis 20 KünstlerInnen pro Jahr. Das Haus bietet
mit dem artists-in-residence Programm seit 1986 vorzügliche Voraussetzungen
für konzentrierte
künstlerische Arbeit in einem lebendigen Umfeld. Neben Wohn- und
Arbeitsort für die StipendiatInnen ist NAIRS ein Veranstaltungsort,
Treffpunkt Einheimischer mit Gästen
und Ort des Diskurses über Fragen der Kunst und der kulturellen Identität
der Region.
NAIRS, Stiftung
und Förderverein
Trägerin der Gesamtidee ist die Stiftung NAIRS, ART CULTURA ENGIADINA.
Die Stiftung ist Besitzerin des Hauses und für den Kulturbetrieb
sowie das artists-in-residence Programm verantwortlich. Die Stiftung ist
regional verankert. Sie hat Leistungsvereinbarungen
mit dem Kanton Graubünden und der Pro Engiadina
Bassa, dem Regionalverband des Unterengadins. Der Förderverein NAIRS
besteht zum grossen Teil aus einheimischen Mitgliedern, die NAIRS ideell
und finanziell unterstützen. Vor allem aber sind es Kulturstiftungen
aus Graubünden und der gesamten Schweiz, sowie Firmen
und Private, die den Betrieb von NAIRS ermöglichen.
NAIRS, Kulturarbeit
im Berggebiet
NAIRS ist eine kulturelle Oase im Tal des Inn, mindestens was die Auseinandersetzung
mit zeitgenössischen Fragestellungen und deren Vermittlung betrifft.
Die Natur und eine kulturhistorische Dichte als Voraussetzungen bilden
das Klima für kulturelle Basisarbeit vor Ort. Es stehen immer wieder
grundsätzliche Fragen der Relevanz künstlerischer Arbeit gegenüber
einer traditionell bäuerlichen Kultur im Zentrum der Diskussion.
NAIRS ist ein Ideenlabor zwischen Natur und Kultur, das seinen Ortsbezug
nie aus den Augen verliert und als kulturelle Schaltstelle fungiert. Deshalb
hat die zeitgenössische Kunstvermittlung für Kinder, Jugendliche
und Erwachsene im Engadin einen hohen Stellenwert.
NAIRS, Tradition und Gegenwart
NAIRS trägt dazu bei das kulturelle (Selbst)Bewusstsein der Region
zu stärken. Neben zeitgenössischer Kunst stehen regelmässig
Themen und Aspekte der Vergangenheit zur Diskussion. Nicht die Mystifikation
der Tradition ist das Ziel, sondern der Anspruch, vorhandene Qualitäten
zu erkennen und gegenwärtig zu machen, um diese auf Kommendes zu
beziehen. Dies ganz im Sinne einer Radikalität, die - wörtlich
gemeint - nach Wurzeln gräbt und Vergangenes mit Zukünftigem
verbindet.
NAIRS zukünftig
NAIRS setzt sich zum Ziel eine der Institutionen zu sein, die in der kulturpolitischen
Meinungsbildung im Kanton Graubünden prägend, in der kommunikativen
Vermittlung zeitgenössischer Kunst- und Kulturarbeit beispielhaft
und
in ihrer atmosphärischen Ausstrahlung einmalig sind.
Wenn es uns gelingt, NAIRS zur kritischen Stimme wie auch zur Vermittlerin
zwischen dem Fremden und
Schönen zu machen, hätten wir tatsächlich die Quadratur
des Kreises überwunden. Utopisch? Vielleicht. Aber
NAIRS ist ein Sonderfall - und darum zu Besonderem fähig.
Christof Rösch,
Künstlerischer Leiter und Kurator
März 2008
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