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FILMMARATHON “Architektur und Kunst”

22. Nov   |   15:00 - 21:30 Uhr

| 3 Filme 25.- | 1 Film 12.- | erm. 10.-

Foto: David Zidlicky

Im Zentrum des Filmmarathons “Architektur und Kunst” stehen Filme zur Architektur und Raum und die Aussage des Architekten Louis Kahn “Architektur ist Struktur im Licht des Ortes”. Louis Kahn zählt neben Frank Lloyd Wright, Le Corbusier oder Mies van der Rohe zu den grössten Architekten des 20. Jahrhunderts. Bei den beiden Architekturfilmen handelt es sich jeweils um sehr persönliche Portraits.

Der aktuelle Künstlerfilm „Giovanni Segantini – Magie des Lichts“ ermöglicht einen direkten Zugang zu Leben und Werk des Malers (1858-1899). Die von Bruno Ganz gelesenen autobiographischen Texte, Worte aus dem Bestseller „Das Schönste, was ich sah“ von Asta Scheib, die Musik Paul Gigers mit dem Carmina Quartett und die Impressionen von Pio Corradi werden zu einem filmischen Essay. Keine Kommentare verstellen den Blick, das Wort hat der Maler selbst. Die Originale seiner Bilder wurden mit einer hochauflösenden Spezialkamera aufgenommen, um eine möglichst farbgetreue filmische Wiedergabe zu erreichen.

Programm:
15:00 h: My Architect – a Son’s Journey, Nathaniel Kahn, Dokumentarfilm über Louis Kahn, 2003 USA, ca. 116”
17.30 h: Haus Tugendhat, Buch, Regie, Schnitt: Dieter Reifarth, Biografie eines Bauwerks von Mies van der Rohe, DE 2013, 116“
20.00 h: Giovanni Segantini – Magie des Lichts, Regie und Drehbuch Christian Labhart, Kamera: Pio Corradi, Sprecher: Bruno Ganz und Mona CH 2015, 80“
Änderungen vorbehalten.
Im Kulturraum Bogn Engiadina, 7550 Scuol | 3 Filme 25.- | 1 Film 12.- | erm. 10.- | Monatsplakat November 2015 zum Ausdrucken PDF

Wir danken dem Bogn Engiadina Scuol für seine Unterstützung.

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Infos zu den einzelnen Filmen:

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Louis Kahn starb im März 1974 auf der Rückreise aus Bangladesch auf der Toilette von Penn Station in New York. Dort beginnt der Film. In My Architect geht Nathaniel Kahn auf Spurensuche nach Werk und Wesen des ihm fremden Vaters. Lou, wie er in dem Film oft genannt wird, war verheiratet und hatte aus dieser Ehe eine Tochter. Er hatte aber auch außereheliche Beziehungen, die nicht folgenlos waren: eine Tochter mit einer Architektin und einen Sohn mit einer Landschaftsarchitektin, Nathaniel.

Nathaniel begibt sich auf eine Reise rund um die Welt. Er sucht jene auf, die Kahn kannten und mit ihm arbeiteten. Er reist zu den Gebäuden aus Beton, Ziegelstein und Licht, die Lou bekannt gemacht hatten. Die Schlussminuten des beinahe zweistündigen Werkes entstanden im Capital Complex in Dhaka. Die Regierenden von Bangladesch sahen in Kahn nicht nur den Architekten ihres Parlamentsgebäudes sondern auch den Architekten ihrer noch jungen Demokratie. Die Vollendung dieses Bauwerks sowie die des Indian Institute of Management in Ahmedabad in Indien erlebte Louis Kahn nicht mehr. Er starb einsam, unerkannt und mit einem Haufen Schulden.

Filmauszeichnungen
Auf dem Hamptons International Film Festival 2003 gewann der Film den Publikumspreis als Bester Dokumentarfilm, ebenso auf dem Philadelphia Film Festival und dem High Falls Film Festival. Auf dem Chicago International Film Festival 2004 erhielt My Architect den Publikumspreis als Silver Plaque und den Goldenen Hugo als Bester Dokumentarfilm. Die Directors Guild of America zeichnete Nathaniel Kahn in der Kategorie Beste Regie bei einem Dokumentarfilm aus. Die American Cinema Editors nominierte den Film für den Eddie als Dokumentarfilm mit dem besten Schnitt.

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Das Haus Tugendhat im tschechischen Brno ist ein Solitär moderner Architektur. Es verkörpert den sozialutopischen Anspruch des Architekten Ludwig Mies van der Rohe und den weltoffenen großbürgerlichen Lebensentwurf seiner Auftraggeber Grete und Fritz Tugendhat. Der Film erzählt die wechselvolle Geschichte des singulären Bauwerks und seiner Bewohner.

Regisseur und Produzent Dieter Reifarth verwebt in seinem Dokumentarfilm HAUS TUGENDHAT Gespräche mit Familienmitgliedern, einstigen Benutzern des Hauses, Kunsthistorikern und Restauratoren mit historischen Foto- und Filmaufnahmen zur facettenreichen Biographie eines Bauwerks. Vor dem Hintergrund der politischen Katastrophen des 20. Jahrhunderts erzählt der Film von den persönlichen Erfahrungen der Bewohner und Nutzer des einzigartigen Hauses, dessen Schönheit und Ausstrahlung bei Generationen von Menschen tiefe Spuren hinterlassen hat. Weitere Infos zum Film.

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Giovanni Segantini – Magie des Lichts

Kunstmaler, Anarchist, Aussteiger, Sans Papiers: Das alles war Giovanni Segantini. Er schuf, meist unter freiem Himmel, monumentale Werke, in denen oft einfache Menschen müde, den Blick nach unten, in der idealisierten Natur einer Hochgebirgslandschaft eingebettet sind. Im Lauf seines Lebens stieg er auf der Suche nach mehr Licht immer höher hinauf, 41-jährig starb er im Engadin unter dramatischen Umständen in einer Alphütte auf 2700m. Giovanni Segantini lebte von 1858 – 1899. Seine von Bruno Ganz gelesenen autobiographischen Texte, Worte aus dem Bestseller „Das Schönste, was ich sah“ von Asta Scheib, die Musik Paul Gigers mit dem Carmina Quartett und die Impressionen von Pio Corradi werden zu einem filmischen Essay, das einen direkten Zugang zu Leben und Werk Segantinis ermöglicht. Keine Kommentare verstellen den Blick, das Wort hat der Maler selbst. Die Originale seiner Bilder wurden mit einer hochauflösenden Spezialkamera aufgenommen, um eine möglichst farbgetreue filmische Wiedergabe zu erreichen.

Der Film öffnet den Blick in die dramatische Kindheit und Jugend Segantinis, er nimmt Anteil an seinen inneren Prozessen und Krisen beim Malen, an seinem von finanziellen Nöten geprägten Alltag, an seinem widersprüchlichen Umgang mit Mutterliebe und Erotik und schliesslich an seinem verzweifelten Kampf gegen den Tod.

Entstanden ist ein emotionaler Blick in die Abgründe einer zutiefst verletzten Seele und auf das Werk eines genialen Künstlers, dessen internationale Erfolge erst kurz vor seinem allzu frühen Tod einsetzten. Christian Labhart ist ein stiller, meditativer Film gelungen, eine Antithese zum Lärm der Welt und zum Mainstream des Konsums – eine Hommage an Giovanni Segantini. Weitere Infos zum Film.

Details

Datum
22. November 2015
Zeit:
15:00 Uhr - 21:30 Uhr
Kosten:
3 Filme 25.- | 1 Film 12.- | erm. 10.-
Veranstaltungskategorie:
Webseite:
http://www.nairs.ch

Veranstaltungsort

Kulturraum Bogn Engiadina, Scuol
Stradun, Scuol, GR 7550 Schweiz
Telefon:
+41 (0)81 864 98 02
Webseite:
www.nairs.ch

Veranstalter

NAIRS Zentrum für Gegenwartskunst
Telefon:
+41 (0)81 864 98 02
E-Mail:
Webseite:
www.nairs.ch